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Ihre Anregungen - Fragen und Antworten

Wir möchten Ihre Anregungen und Wünsche zum Stadtbahnausbaukonzept für Braunschweig gerne wissen und beantworten. Alle Beiträge seit Vorstellung der Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung auf den Informationsveranstaltungen vom 13. und 16. Januar 2016 werden hier veröffentlicht und nach und nach beantwortet.

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  • 14.03.2017

    M. Reich   | Projekt Salzdahlumer Straße/Heidberg

    Sehr geehrte Damen und Herren,

     

    ich habe eine Anfrage, bzw. Anregung zum Projekt Salzdahlumer Str. / Heidberg.

     

    Die geplante Stadtbahn führt entlang der Salzdahlumer Straße und nutzt diverse vorhandene Eisenbahnbrücken als Unterführung. Meines Wissens, sind viele Eisenbahngleise über den Brücken bereits stillgelegt oder sogar schon abgetragen worden. Die Aufenthaltsqualität, bei der Unterquerung, der Brückenbauwerke ist generell sehr schlecht. Aufgrund der Bauweise herrscht dort ein erheblicher Schallpegel (Schallreflexionen), das Licht wirkt düster, und es ist im Allgemeinen recht unsauber dort (z. B. durch Taubendreck). Auch die Zugluft macht einem sehr zu schaffen.

     

    Es ist zwar eine Umgestaltung der Brückenbauwerke geplant, welche die Aufenthaltsqualität steigern soll. Ich gehe aber davon aus, dass dieses nur zum Teil gelingen wird.

     

    Daher meine Anregungen: Können die unbenutzten Brücken nicht komplett entfernt werden? Auch bei den wenig benutzten Brücken, könnte man die Gleise auf einer Brücke bündeln. Licht würde wieder besser auf die Wege gelangen. Die Schallreflexionen verschwinden weitestgehend und man kann sein eigenes Wort wieder verstehen. Die Aufenthaltsqualität wäre auf einem Schlag gesteigert. Platz für die Stadtbahn und weitre Trassen werden damit geschaffen. Es entfallen Wartungs- und Unterhaltungskosten für die unbenutzten Brückenbauwerke. Reinigungsarbeiten unter den Brücken, welche es nun nicht mehr gibt, würden sich auf die normale Straßenreinigung reduzieren.

     

    Sollten die Brückenbauwerke in Zukunft noch Verwendung finden (z. B. neue geplante Gleise für S-Bahnen / Stadtbahnen / Eisenbahnen, Straßen etc.), so dass sie nicht entfernt werden können / dürfen, hätte ich einen weiteren Vorschlag um die Aufenthaltsqualität zu steigern: Alle Brückenbauwerke mit einander verbinden. So erhält man eine Tunnelröhre. Diese Tunnelröhre würde dann nur vom Kraftverkehr und der Stadtbahn benutzt werden. Die entstehenden Lärmemissionen würden sich dann darin bündeln.

     

    Fußgänger und Radfahrer erhalten eine eigene, neue Trasse, in offener Bauweise durch die Bahndämme (keine durchgängige Röhre). Diese Trasse verläuft baulich getrennt, von der Tunnelröhre für den Kraftverkehr. Es werden nur kurze Brückenbauwerke benötigt, an den Stellen, wo auch Gleise darüber verlaufen / verlaufen sollen. An allen anderen Stellen kann Tageslicht auf die Wege gelangen. Somit entsteht ein Rad- und Fußweg, welcher getrennt von den Lärmerzeugenden Verkehrsmitteln verläuft. Es ist somit bedeutend ruhiger und es dringt mehr Tageslicht auf die Wege als bisher. Diese Bauwerke benötigen auch nicht die volle bauliche Höhe, wie es für den Straßenverkehr / Stadtbahnverkehr notwendig ist. Daher dürfte sich auch die Sauberkeit, in den Griff kriegen lassen (keine Nistmöglichkeit für Tauben). Auf diese Art und Weise wird die Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer ebenfalls erheblich gesteigert. Die Schaffung der Fuß- und Radwegtrasse kann per Brückeneinschub oder Vortriebstechnick erstellt werden, ohne dass der Bahnverkehr darüber nennenswert ausgesetzt werden muss.

     

    Natürlich könnte auch eine Kombination aus beiden Vorschlägen eine Lösung sein. Überflüssige Brückenbauwerke entfernen, sowie die Fuß- und Radwege getrennt vom Straßen- und Bahnverkehr, führen.

     

    Nicht sinnvoll dagegen halte ich eine Lösung, wo der Straßenverkehr zurückgebaut wird, um Platz für die Stadtbahn zu schaffen und den Lärmpegel zu reduzieren. Die Salzdahlumer Straße gehört zu den wichtigen Einfahrtsstraßen von Braunschweig. Es bestehen Anschlussmöglichkeiten zu den Autobahnen. Somit ist die Strecke unerlässlich, für den Fernbusverkehr.

     

    Ich gehe davon aus, dass die Brücken selbst einer Tochtergesellschaft der Bahn gehören, und somit nicht im Einflussbereich der Stadt Braunschweig liegen. Aber dennoch könnten die Anregungen dort einmal vorgetragen werden und ggf. mit in die Planungen der Stadtbahntrasse, bzw. in die Planungen zur Umgestaltung der Salzdahlumer Straße mit einfließen.

     

    Über gleichartige Ideen, könnten auch bei einer Umgestaltung der Wolfenbütteler Straße nachgedacht werden (falls diese einmal anstehen sollten). Hier herrschen ähnliche Zustände, was die Aufenthaltsqualität bei der Unterquerung der Brückenbauwerke angeht.

     

    Mit freundlichen Grüßen

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    Vielen Dank für ihre Hinweise zu den Brücken. Die Brückenbauwerke stehen tatsächlich im Eigentum der Deutschen Bahn, die somit die Erhaltungspflicht ausübt. Welche Gleise von der Bahn noch genutzt werden und welche – auch perspektivisch – nicht mehr genutzt werden, liegt somit nicht in unserem Einflussbereich. Da es sich allerdings bei den nördlichen Brücken um die Ein- und Ausfahrtsgleise zum Hauptbahnhof sowie um Abstellgleise handelt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering Teile des Brückenbauwerkes zurückzubauen. Daher gehen wir für die weiteren Planungen im Moment von den vorhandenen Brücken aus. Dennoch werden wir Ihren Hinweis aufnehmen, und die Deutsche Bahn frühzeitig einbinden, um etwaige Entwicklungen diesbezüglich einfließen zu lassen.

     

    Der Hinweis ist berechtigt, dass die Unterführung der nördlichen Brücken insbesondere für Fußgänger und Radfahrer sehr unattraktiv sind. Somit besteht die Herausforderung die Unterführung mit sinnvollen Elementen heller und freundlicher zu gestalten sowie Maßnahmen zur Eindämmung des Schalls vorzunehmen. Dabei könnten auch neue Lichtkonzepte berücksichtigt werden.

     

    In den anstehenden Beteiligungsprozessen werden wir über die verschiedenen Optionen der Gleislagen diskutieren. Mit dem Stadtbahnausbau besteht somit auch die Chance gute und akzeptable Lösung für alle Verkehrsteilnehmer, also auch für Fußgänger und Radfahrer, entlang der Salzdahlumer Straße zu finden. 

  • 13.03.2017

    T. Werner   | Projekt Campusbahn

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    sorry, dass ich es so ausdrücke, aber manche Planungen klappen nur auf dem Schreibtisch.

    Auf die Campusbahn bezogen, kann ich Ihnen nur einmal den Tipp geben, sich die angesprochenen Ortsteile und deren Vorhaben für die Campusbahn anzuschauen. Bsp.: eventuelle Querung der Bevenroder Str. neben dem neuen Feuerwehrhaus. Wie soll das funktionieren? Schon heute gibt es dort genug Probleme.

    Ok, die feste Planung steht noch aus...also wird eventuell da gar nicht gebaut? Sondern an anderer Stelle in Querum...dann bitte siehe oben!

    Sie antworteten mir, dass es hier sehr viele Probleme bezgl. der Tram geben würde (Trassenverlauf) und als Vorteil erwähnten Sie praktisch nur, dass z.B. neuen Baugebiete und damit viele Menschen mit den neuen Strecken angesprochen werden würden. Das klingt im einzelnen logisch, aber die Natur...??? Oder die Möglichkeiten vor Ort?

    Das reicht nicht!!! Natürlich ist die Tram ein tolles und schönes ÖPNV-Gefährt, aber aber aber...

    Mal sehen, ob die Mitbürger hier tatsächlich so stark mit eingebunden werden, dass wäre sehr schön.

    Oder heißt es nur, dass zugehört wird, aber die Meinungen und Ideen der Bürger nicht unbedingt umgesetzt werden würden...???

    Ein gutes Gelingen allen...

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    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Die Stadtbahn ist ein sehr leistungsfähiges und verlässliches öffentliches Verkehrsmittel. Bereits seit den 1970 Jahren bestanden immer wieder Planungen, den Stadtteil Querum an das Stadtbahnnetz anzubinden – in den damaligen Planungen über die Querumer Straße.

     

    Mit der Ausweisung der Neubaugebiete der neuen Nordstadt entstehen dort mehr als 2000 Wohneinheiten. Das ist ein großes Beförderungspotenzial für den ÖPNV. Die ersten planerischen Überlegungen zeigen, dass eine Stadtbahn von der Hamburger Straße aus entlang des Ringgleises und über die Bahnstrecke nach Gifhorn, die Wabe und Mittelriede nach Querum verlängert ein großes Fahrgastpotenzial hebt. Es wird damit eine Verkehrsverbindung geschaffen, die mit dem Auto so nicht besteht.

     

    Die Stadtbahn soll nach ersten Überlegungen zwischen dem alten Siedlungsgebiet Querums und dem Neubaugebiet Holzmoor verlaufen. Hier wäre ausreichend Platz für eine mögliche Stadtbahntrassen vorhanden.

    Vorhandene Probleme an z.B. Knotenpunkten werden im Zuge der Detailplanungen natürlich aufgegriffen. Diese Detailplanungen werden noch nicht in diesem Jahr aufgenommen, weil sich das Projekt Campusbahn erst in der zweiten Projektstufe befindet.

     

    Die Fragen der Querung der Bahnstrecke nach Gifhorn, des Gleisverlaufes in Querum, der Haltestellenlagen und der Lage der Wendeschleife werden dann in geplanten Bürgerwerkstätten gemeinsam mit Ihnen diskutiert und erarbeitet.

  • 13.03.2017

    M. Reich   | Projekt Campusbahn

    Sehr geehrte Damen und Herren,

     

    ich habe einige Anregungen und Kritiken zu der geplanten Streckenführung der Campusbahn. Speziell geht es mir, um den Streckenast ab Hamburger Straße bis nach Querum.

     

    Positiv finde ich die Idee, ein vorhandenes Eisenbahngleis durch eine Stadtbahn aufzuwerten. Hier muss nicht nennenswert in die Landschaft eingegriffen, und ein totaler Rückbau betrieben werden. Die Trasse ist weitestgehend frei. Dieses Vorgehen, hätte man meines Erachtens damals mit dem Ringgleis genauso machen sollen. Damit wären auf einem Schlag, viele Stadtteile sinnvoll an das Stadtbahnnetz angeschlossen worden. Es wäre sogar eine effektive Möglichkeit geschaffen worden, andere Stadtteile zu erreichen, ohne jedes Mal die Innenstadt zu durchqueren. Ringlinien gibt es leider in Braunschweig nur recht wenige.

     

    Nun aber zu den Kritikpunkten: Aus meiner Sicht sind die Gebiete zwischen der Hamburger Straße und der Beethovenstraße bereits jetzt schon ausreichend gut, mit dem ÖPNV versorgt. Und das sogar mit den vorhandenen Stadtbahnen. Im Westen durch die Linien 1 und 2, im Norden durch die Linie 2 und im Süden / Osten durch diverse Buslinien sowie die Linie 3.

     

    Die geplante Haltestelle der Campusbahn Freyastraße befindet sich nur wenige hundert Meter von der Haltestelle der Linie 2, Bienroder Weg/Siegfried Str. entfernt. Dort gibt es viele Umsteiger, von den Buslinien in die Straßenbahn. Durch die geplante Campusbahn würde sich der Umsteigeverkehr, auf die Haltestelle Freyerstraße verlagern. Die geplante Haltestelle Campus Nord/Ost befindet sich ebenfalls nur wenige hundert Meter von der Endhaltestelle der Linie 2 (Ottenroder Str.) entfernt. Somit verliert der Streckenast der Linie 2 über die Siegfried Straße dann komplett an Bedeutung und müsste ggf. zurückgebaut werden. Das halte ich aber nicht für sinnvoll.

     

    Aus meiner Sicht, ist dieser Stadtbezirk dann mit Straßen- und Stadtbahnen komplett überlagert, während in anderen Stadtteilen ein erheblicher Mangel herrscht. Auch die geplanten Wohngebiete rechtfertigen nicht die Schaffung einer neuen Stadtbahnführung an dieser Stelle. Die Argumentation, alle Campusstandorte miteinander zu verbinden ist zwar schön, zieht aber meines Erachtens nur wenige neue zahlende Fahrgäste an. Dozenten verkehren meist mit dem PKW zwischen den Standorten, um keine Zeitverluste erleiden zu müssen und machen auch nicht die Masse aus. Studierende bevorzugen, je nach Wetterlage, das Fahrrad, mit dem sie gekommen sind. Das Fahrrad wird nur ungern an einem Standort zurückgelassen. Außerdem fahren Studierende mit ihrer Semesterkarte als „Sonderfahrschein“. Ferner kommt hinzu, dass die Campusbahn zwar diverse Campusstandorte durchkreuzt aber dennoch nicht alles abdeckt. Insofern ist sie gerade mal etwas mehr, als ein Tropfen auf dem heißen Stein, für diese Zielgruppe anzusehen. Um den Studierendenverkehr abzuwickeln, wäre es einfacher einen Buspendelverkehr durch die einzelnen Campusstandorte zu entsenden. Dieser könnte dann auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden (Streckenverlauf, Fahrplan, Fahrradmitnahme). Die Kosten der Buslinie könnten zum Teil von den Studienverbänden mitgetragen werden.

     

    Eine weitere Aufgabe der geplanten Campusbahn ist die Anbindung des Stadtteils Querum an die Stadtbahn. Diese Anbindung halte ich für wichtig und notwendig!

     

    Dazu gibt es mehrere Alternativen. Eine Alternative sehe ich in der Verlängerung der Linie 2. Das würde auch die Wirtschaftlichkeit dieses Streckenabschnittes wesentlich stärken. Außerdem dürfte das die Baukosten erheblich senken, da ein Teil des Streckenabschnittes bereits besteht.

     

    Eine andere sinnvolle Möglichkeit, den Stadtteil Querum anzubinden, sehe ich in diversen Abzweigmöglichkeiten vom Streckenast der Linie 3 (Berliner Straße). Entweder über Karl-Hintze-Weg, Querumer Straße, Friedrich-Voigtländer-Straße oder Petzvalstraße. Welches die effektivste Möglichkeit bietet, ist noch genau zu klären.

     

    Mit freundlichen Grüßen

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    Vielen Dank für Ihre Hinweise. In der Bewertung der Campusbahn wurden die bestehenden Stadtbahntrassen natürlich mit berücksichtigt. Die Stadtbahn durch das Siegfriedviertel bleibt unverändert bestehen und würde auch bei einer Realisierung der Campusbahn nicht zurückgebaut.


    Das neue Wohngebiet Nordstadt mit seinen rund 2000 Wohneinheiten wird an die 5000 Einwohnerinnen und Einwohner beherbergen. Damit diese den ÖPNV nutzen, sind Fußwege von bis zu 500 Meter zu den bestehenden Stadtbahnlinien im Norden (Siegfriedviertel) oder Osten (Hamburger Straße) unattraktiv. Fahrgäste mit dem Ziel Innenstadt werden zudem nicht stadtauswärts zur Stadtbahn laufen, um dann in die Innenstadt zu fahren. Die Stadtbahnlinie 3 entlang der Gliesmaroder Straße und Fallersleber Straße ist fußläufig zu weit entfernt. Wer bis zur Haltestelle Theaterwall liefe, würde wohl die letzten Meter zur Innenstadt weiterlaufen.

    Die benannte Verknüpfung der Universitätsstandorte wird derzeit mit der im März eingerichteten Buslinie 426 zwischen Hamburger Straße via Bültenweg und LAB zum Flughafen bedient. Diese Linie erfreut sich einer steigenden Nachfrage. Die neue Stadtbahnlinie würde zumindest einen Teil der nachgefragten Verbindung aufnehmen.

    Die ersten planerischen Überlegungen zeigen, dass eine Stadtbahn von der Hamburger Straße aus entlang des Ringgleises und über die Bahnstrecke nach Gifhorn, die Wabe und Mittelriede nach Querum verlängert ein großes Fahrgastpotenzial hebt. Es wird damit eine Verkehrsverbindung geschaffen, die mit dem Auto so nicht besteht.

     

    Deshalb hält die Stadtverwaltung diese Verbindung als Ergänzung des Netzes im Norden der Stadt für sinnvoll. Natürlich werden für den anstehenden Beteiligungsprozess auch die möglichen Alternativen diskutiert werden. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wird die Vorzugsvariante erarbeitet und anschließend dem Rat der Stadt Braunschweig zum Beschluss gegeben.

     

     

  • 13.03.2017

    J. Beckmann   | Allgemein

    Straßenbahnen sind das mit Abstand bequemste Verkehrsmittel mit viel Platz, ruhigem Fahren und hohem Komfort. Daher sollten alle Strecken ausgebaut werden, für die eine Förderung möglich ist. Die Überland-Anschlüsse sollten dabei unbedingt an die Takte der Bahnen verlässlich gekoppelt werden.

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    Vielen Dank für Ihre Anregungen zum Stadtbahnausbaukonzept. Wir werden Ihre Anregungen in den Planungen der neuen Strecken gerne mit einbeziehen.

  • 28.02.2017

    M. Reich   | Projekt Lehndorf/Kanzlerfeld

    Sehr geehrte Damen und Herren,

     

    ich finde es schade, dass die Linienführung nach Lamme aus der Bewertung genommen wurde. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie die Bewertungszahl unter der geforderten 1,0 liegen soll. Zumal im Jahre 2014 die Bewertungen Lehndorf-Kanzlerfeld und Lehndorf-Lamme fast gleich hoch waren.

     

    Selbst, wenn es hier mit rechten Dingen zugegangen sein soll, kann ich nicht verstehen warum die Vorhaltetrasse jetzt überbaut wird. Es entsteht zurzeit ein Kindergarten auf dieser Fläche, die „Neue Mitte Lamme“ berücksichtigt die Trasse auch nicht ernsthaft (dich an Wohngebäuden, Platz für maximal 1 Gleis).

     

    Als die Baugebiete geplant und realisiert wurden, wurde extra eine Trasse für die Stadtbahn vorgehalten, was ich sehr löblich und vorausschauend finde. Diese Trasse ermöglicht die nachträgliche Realisierung einer Stadtbahn, mit niedrigen Kosteneinsatz. Die Strecke ist frei, es muss kein Rückbau betrieben werden. Grundleitungen müssen nicht verlegt werden. Die Trasse würde auf eigenen Gleiskörper verlaufen, so dass sie unabhängig von anderen Verkehrsarten ist. Grundstückskäufern in den Neubaugebieten ist der Streckenverlauf bewusst. Viele sind extra dorthin gezogen, in der Erwartung eine komfortable Stadtbahnanbindung zu erhalten.

     

    Selbst unter der Voraussetzung, dass eine Stadtbahn bis 2030 nicht realisiert werden wird, halte ich es dennoch für notwendig, diese Trasse für eine spätere Realisierungsmöglichkeit offen zu halten. Es sind meines Wissens noch mindestens 2 weitere Baugebiete in Lamme geplant. Das neue Asylbewerberheim / Studentenwohnheim zieht weitere Einwohner mit ÖPNV-Bedarf nach Lamme. Die Bevölkerung altert, so dass in 20-30 Jahren nicht mehr jeder ein Auto besitzt. Auch die Kinder von heute werden sich in Zukunft nicht so viele Autos leisten (können/wollen) wie ihre Eltern derzeit, so dass weiter ein Bedarf an alternativen Massenbeförderungsmitteln besteht.

     

    Lamme wird in naher Zukunft der einzige Stadtteil mit über 6000 Einwohnern sein, der nicht über eine Stadtbahnanbindung verfügt.

     

    Auf Kulturschildern wird der Stadtteil Lamme mit „Pendlergemeinde“ beworben. Nur findet die einzige sinnvolle Pendlermöglichkeit mit dem PKW über eine stets überlastete Straße (B1) statt. Alternative Straßen gibt es nicht. Außerdem soll längerfristig der MIV zurückgebaut werden.

     

    Das Argument, Lamme sei bereits mit 2 Buslinien gut an die Stadt Braunschweig angebunden ist nicht richtig:

     

    Linie 411 fährt nur über Umwege in die Innenstadt (Tiergarten, Kanzlerfeld, Lehndorf). Hier entsteht erheblicher Zeitverlust. Durch die engen Kurvenführungen sind die Fahrten alles andere als komfortabel. Kinderwagen sind hier schon öfters umgefallen. Beschwerden an die BS-Verkehrs-GmbH wurden bereits gerichtet.

     

    Außerdem soll die Linie 411 eingestellt werden und durch einen Zubringerbus mit 30 Minuten-Takt abgelöst werden. Hierdurch werden keine Nachteile beseitigt. Es werden nur zusätzlich neue Nachteile geschaffen (Taktrate reduziert, Umsteigezwang, Fahrzeitverlängerung). Vorteile sehe ich darin keine.

     

    Linie 418 fährt ebenfalls in die Innenstadt aber nur zu bestimmten Zeiten (7:00-19:00 Mo.-Sa.). Diese Linie wurde von Straßenbahngegnern gefordert, mit dem Argument, die Schüler schneller zur IGS-Weststadt zu bringen. Leider nützt diese Buslinie der Allgemeinheit nur wenig.

     

    In Zukunft soll die Buslinie 418 im 15 Minuten Takt fahren. Aufgrund von Umweltauflagen (Amphibienwanderung) kann dieses aber nur im Zeitfenster von 7:00 bis 19:00 Uhr geschehen. Somit bleibt diese Buslinie dem Berufsverkehr weiterhin vorenthalten. Auch die Aussage, da der Madammenweg wenig frequentiert ist, verhält sich die Fahrzeit ähnlich der einer Stadtbahn auf eigener Trasse, ist anzuzweifeln. Es bleibt weiterhin ein Straßengebundenes Fahrzeug und unterliegt somit weiterhin allen Nachteilen wie bisher. Der Madammenweg an sich, macht nur einen kleinen Teil des Streckenverlaufes aus. Außerdem ist der Madammenweg eine öffentliche Straße, die sehr wohl, zu bestimmten Zeiten, ein erhöhtes Verkehrsaufkommen aufzuweisen hat (Badesaison, Veranstaltungen im Rafteichbad, Veranstaltungen Millenniumhalle, Kletterpark, div. Gartenvereine etc.).

     

    Busse sind im Gegensatz zum Schienengebundenen Verkehr recht unkomfortabel (Kurven-, Anfahr-, Bremsverhalten). Ich möchte hier jetzt nicht alle Vorteile einer Bahn gegenüber Busen aufzählen, jedoch finden Busse derzeit nur wenig Zustimmung. Das wird sich auch in Zukunft so nicht ändern.

     

    Ältere Menschen mit Rollatoren, Personen mit Kinderwagen sowie viele Schüler und Arbeitnehmern. Das sind die Personengruppen, die Lamme in Zukunft ausmachen wird. All diese werden in den Bussen keinen Platz finden. Selbst wenn sie noch eine dritte oder vierte Buslinie nach Lamme leiten werden. Irgendwann wird es unrentabel und die Straßen werden überdurchschnittlich stark beansprucht (Schwerlastverkehr).

     

    Auch wurden weitere Verkehrstechnische Lösungen bisher nicht ausreichend betrachtet. Aufgrund der Nähe zur B1 ließe sich eine Park+Ride Möglichkeit schaffen. Hierdurch wird Einpendlern die Möglichkeit gegen ihr Fahrzeug vor den Toren der Stadt abzustellen. Ferner wurde seinerzeit (2002), eine Anfrage der Gemeinde Vechelde, über die Option zur Verlängerung der geplanten Stadtbahn, über Lamme hinaus offen zu halten, gestellt. Das zeigt, dass auch Interesse des Landkreises Peine besteht, die Stadtbahn in Zukunft über Lamme hinaus zu verlängern.

     

    Daher fordere ich, dass die Vorhaltetrasse für eine mögliche Stadtbahnanbindung freigehalten werden muss. Es muss weiterhin der Bedarf für eine Stadtbahn nach Lamme geprüft und ggf. auch realisiert werden. Eine Verlängerung von Kanzlerfeld nach Lamme über die Neudammstraße ist keine Alternative, da sie der Streckenführung der 411 folgt, und somit den gleichen Nachteilen unterliegt wie bisher (Straßengebunden, Umwege, Kurven etc.).

     

    Bitte denken sie auch weiterhin zukunftsorientiert und vergessen die Bürger am Rande der Stadt nicht!

     

    Mit freundlichen Grüßen

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    Vielen Dank für Ihre ausführlichen Hinweise.

    Im Vergleich der beiden Stadtbahnstrecken konnte der Abschnitt ins Kanzlerfeld ein deutlich besseres Ergebnis erzielen, weil hier keine schnelle Alternative wie bei Lamme mit der 418 über den Madamenweg besteht. Bei den Betrachtungen der Fahrgastzahlen werden zudem nicht nur die Einwohner eines Stadtteils berücksichtigt, sondern auch die Arbeitsplätze. Mit dem Johann-Heinrich-von-Thünen Institut liegt ein großer Arbeitgeber am Ende der geplanten Stadtbahnstrecke. Mit einem kurzen Weg wird zudem die Physikalisch-Technische-Bundesanstalt erreicht. 2030 stellt das Bezugsjahr für die Bewertung dar. Somit sind bereits alle heute bekannten/geplanten Erweiterungen des Stadtteils Lamme berücksichtigt.

    Die Stadt Braunschweig kann nur Strecken realisieren, die vom Bund und vom Land nach dem Standardisierten Verfahren förderfähig sind. Ohne die Zuschüsse ist der Ausbau finanziell nicht darstellbar. Wir haben für die Bewertung mehrere Linienalternativen für den Anschluss von Lamme entwickelt, um die beste verkehrliche Wirkung zu ermitteln. Im Ergebnis ist die Anbindung mit der Linie 418 in der Abwägung von Nutzen und Kosten die volkswirtschaftlich beste Lösung und bietet auch den Bewohnern die bestmögliche Erschließung mit dem ÖPNV. Die Fahrzeiten der neuen Buslinie 418 mit der direkten Führung über den Madamenweg sind kürzer als die Fahrzeiten via Lehndorf und Rudolfplatz in die Braunschweiger Innenstadt. Die Linie wird zukünftig aufgewertet und verkehrt zukünftig montags bis samstags im 15-Minutentakt sowie sonn- und feiertags im 30-Minutentakt von 7 bis 19 Uhr.

    Ergänzend zu diesem Angebot bleibt eine Anbindung via Kanzlerfeld, mit Umsteigen an der geplanten Endhaltestelle, bestehen. Das Verkehrsmodell berücksichtigt die Quell- und Zielverkehre der Anwohnerinnen und Anwohner aus Lamme in das gesamte Stadtgebiet. Das Ergebnis zeigt, dass mit der Busanbindung die Mehrheit aller Fahrrelationen gut abgedeckt werden können.

    Was die Vorhaltetrasse angeht wird diese auch zukünftig freigehalten. Die derzeit in Bau befindlichen Gebäude entstehen auf Grundlage des gültigen Bebauungsplan, in dem die Trasse als Vorhaltetrasse festgeschrieben ist.

     

     

  • 23.02.2017

    T. Werner   | Allgemein

    Guten Tag,

     

    warum dauert die Beantwortung mancher Fragen so lange???

     

    Man stellt doch die Fragen aus bestimmtem Interesse und möchte dann doch einmal eine Stellungnahme/Beantwortung dazu hören. Aber nicht irgendwann...

     

    Gruß aus Querum

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    Vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ziel ist es, innerhalb von 14 Tagen Kommentare zu den eingehenden Anregungen und Fragen auf der Internetseite zu veröffentlichen. Bei einigen Fragen ist dieser Bearbeitungszeitraum leider schon überschritten worden, das sollte natürlich nicht passieren. Wir gehen alle länger zurückliegenden offenen Fragen derzeit noch einmal durch und sehen zu, sie innerhalb der nächsten Tage zu beantworten. Danke für Ihr Verständnis!

  • 23.02.2017

    P. Sebastiany/Arbeitskreis Zug-Busverkehr   | Allgemein

    Wir der Arbeitskreis finden es gut das auch in Braunschweig der ÖPNV weiter Ausgebaut wird, zu Gunsten der Bürger und Reisenden, denn mit einem guten ÖPNV kann man alle Menschen bewegen mit Bus und Bahn zu fahren.

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    Vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung.

  • 22.02.2017

    T. Lobach   | Allgemein

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bitte berücksichtigen Sie in den Liniennetzen stärker die Bahnverbindungen. Insbesondere im Liniennetzplan des Mit-Falls fehlen diese komplett - Dabei gibt es doch seit vielen Jahren Überlegungen, Haltepunkte im Stadtgebiet (Broitzem, Bienrode, Leiferde usw.) wieder zu eröffnen. Hier ist zu befürchten, dass durch parallele, unabhängige Planung die Verknüpfung der Verkehrsmittel untereinander unter den Tisch fällt! Die Eisenbahn erscheint hier wie eine Black Box - das sollte so nicht sein, denn aus Nutzersicht ist sie auch nichts anderes als Bus und Straßenbahn - ein Öffentliches Verkehrsmittel eben.

    Mit freundlichen Grüßen,

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    Vielen Dank für Ihren Hinweis.

    In der Tat sind die geplanten, neuen Haltepunkte in den Liniennetzplänen nicht ausreichend dargestellt. Im dem Verkehrsmodell, dass dem Bewertungsverfahren zugrunde liegt, sind diese Verknüpfungen jedoch berücksichtigt und die „Eisenbahn“ als gleichwertiges Verkehrsmittel enthalten.

    Danke für Ihre Anmerkungen zum Thema Bahnanbindungen. Die Eisenbahnverbindungen sind in allen Netzbetrachtungen hinterlegt und sind somit in allen Planfällen berücksichtigt. Die geplanten zusätzlichen Haltepunkte im Braunschweiger Stadtgebiet BS-West (Brücke Donaustraße), Leiferde und Bienrode werden mit den Liniennetzplanungen neu an das ÖPNV Netz angeschlossen.

    Die Regionalbahnverbindungen werden hier vor allem Fahrgäste aus dem Umland in das Braunschweiger Stadtnetz umsteigen lassen. Die neuen Haltepunkte werden somit mehr Fahrgäste in den städtischen Verkehr bringen. Bis auf den geplanten Haltepunkt BS-West, der bereits mit der Stadtbahn (Linie 5, heutige Haltestelle „An der Rotenburg“) erschlossen ist, werden die Haltepunkte Leiferde und Bienrode mit dem Bus verknüpft.

     Die geplanten Stadtbahnstrecken ergänzen das städtische Netz und übernehmen somit Aufgaben auf innerstädtisch stark nachgefragten Verkehrsrelationen. Hinzu kommt, dass beide Systeme – Eisenbahn und Stadtbahn – unterschiedliche Erschließungsfunktionen besitzen. Die Regionalbahn schafft schnelle Verbindungen in das Umland und hat auch später im Braunschweiger Stadtgebiet neben dem Hauptbahnhof nur wenige Haltepunkte. Regionalbahnen verkehren im 30 bis 60 Minutentakt. Stadtbahnen haben eine deutlich höhere Haltestellendichte zur Erschließung des Stadtgebietes. Sie verkehren in einem deutlich dichteren Takt, auf den unterschiedlichen Streckenästen im 15-, 7 ½- oder  sogar 5-Minutentakt.

  • 22.02.2017

    B. Melchert   | Projekt Lehndorf/Kanzlerfeld

    Nach der Verbindung mit der Bahn geht eine schnelle Verbindung in die Innenstadt verloren. Erst ab Tangente wird die Innenstadt direkt angefahren. Die Buslinie 422 wegen Umweg und 1/2 Stundentakt oder 560 wegen 1 Stunden-Takt stellen keine Alternativen dar. Der zusätzliche Fußweg zur Hannoverschen Str./Tangente ist zeitaufwändig (geplante Linie 12). Der Entfall der Linie 433 wird auch nicht kompensiert. Gerade diese Linie ist für mich von Nordwest nach Nordost interessant gewesen.

    Insgesamt stellt für mich das Konzept ein Mehr an Zeitaufwand dar, um in das Zentrum zu kommen bzw. den Hauptbahnhof direkt zu erreichen. Auch wenn es sich teilweise nur um Minuten handeln sollte, halte ich die Liniengestaltung für unglücklich. Im Ergebnis müsste ich zukünftig mindestens 5 Minuten Mehraufwand berücksichtigen bis ich mein Ziel erreicht habe. Trotz Bahn kann dies kein gutes Ergebnis sein, zumal dann die Kosten-Nutzen-Berechnungen auch nicht mehr stimmen dürften.

    Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.

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    Vielen Dank für Ihre Fragen und Hinweise. Vom Kanzlerfeld über die Saarstraße führend wird es weiterhin eine direkte Verbindung durch die Innenstadt zum Hauptbahnhof geben. Dabei variiert der Linienweg in der Innenstadt natürlich etwas gegenüber dem Linienweg der heutigen Buslinien, dafür ergeben sich aber auch andere, neue Ziele innerhalb der Innenstadt.

    Die von Ihnen nächstgelegene Haltestelle wird weiterhin am Saarplatz liegen. Nach dem vorgesehenen Linienkonzept bedient dann die Stadtbahnlinie 2 weitestgehend den Linienweg der heutigen Buslinie 411. Die Fahrzeit mit der Stadtbahn ist im Vergleich zur heutigen Buslinie 411 zum Hauptbahnhof sogar kürzer. Die Fahrzeit im Vergleich zur heutigen Buslinie 461 bleibt gleich. Die Stadtbahn wird somit künftig mit ihren größeren Kapazitäten die Fahrgäste der heutigen Linien 411 und 461 in Richtung Innenstadt und zum Hauptbahnhof aufnehmen. Zudem stellt die Buslinie 422 eine Stadterschließung dar, die in der heutigen Form weiter bestehen bleibt. Es ist allerdings richtig, für Fahrziele aus Lehndorf in Richtung Nordosten wird zukünftig ein Umstieg am Rudolfplatz notwendig sein.

    Gleichwohl bietet die neue Linienkonzeption eine Anzahl an neuen, nachfragestarken Linien mit Bussen und vor allem Stadtbahnen. Dies spiegelt sich im Verkehrsmodell und dem hohen Nutzen in der Standardisierten Bewertung wider.

  • 20.02.2017

    P. Hase   | Projekt Lehndorf/Kanzlerfeld

    Ich finde, die Streckenführung sollte überdacht werden. Wenn ich heute vom Tiergarten in die nördliche oder östliche Innenstadt (Packhof, Haertle, Theater) möchte, fährt der Bus durch. Nach der neuen Planung muss ich zweimal umsteigen. Das finde ich ziemlich unverhältnismäßig und bringt - wahrscheinlich nicht nur - mich dazu, das Auto zu nutzen. Und genau das soll ja vermieden werden.