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Zukunft hat

Vorfahrt

Ihre Anregungen - Fragen und Antworten

Wir möchten Ihre Anregungen und Wünsche zum Stadtbahnausbaukonzept für Braunschweig gerne wissen und beantworten. Alle Beiträge seit Vorstellung der Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung auf den Informationsveranstaltungen vom 13. und 16. Januar 2016 werden hier veröffentlicht und nach und nach beantwortet.

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  • 25.01.2017

    M. Kolditz   | Allgemein

    Liniennetz Stadtbahn muss einfach zu merken sein > weniger Linien-Nummern.

    Dafür in möglichst dichtem Takt.

    Twinline-Konzept (8 Linien) in ca. den 90er Jahren wurde wieder zurückgezogen!

    Vielleicht durch Fahrgastbefragungen verifizieren.

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    Besten Dank für Ihren Hinweis. Das konzipierte Liniennetz stellt kein Twinline-Konzept wie in den 1990er Jahren dar. Bereits heute verkehren auf stark nachgefragten Streckenabschnitten mehrere Hauptlinien parallel, wie beispielsweise zwischen den Haltestellen Schloss und Donaustraße (Linien 3 und 5) oder John-F.-Kennedy-Platz und Gesundheitsamt (Linien 1 und 2).

    Es wird 2 bis 3 Stadtbahnlinien geben, die ausschließlich zur Verstärkung montags bis freitags tagsüber verkehren sollen. Diese Linien tragen im Entwurf die Liniennummern 11, 12 und 13. Damit würde sichergestellt, dass zu den verkehrsstarken Zeiten eine ausreichende Leistung mit einem 15 Minuten Grundtakt angeboten wird. Nachfragestarke Abschnitte würden somit in dichtem Takt, die Außenäste mindestens in einem 15 Minutentakt bedient werden. Diese Ergänzungslinien sollen weitgehend parallel zu den Stammlinien verkehren und in der Innenstadt weitere Haltestellen bedienen.

    Tram 1 und Tram 11 verkehrten von Wenden bzw. Rühme kommend bis zum Rathaus. Während Tram 1 via John-F.-Kennedy Platz zum Hauptbahnhof und weiter via Wolfenbüttler Straße nach Stöckheim verkehrte, nähme Tram 11 den Linienweg über den Leonhardplatz zum Hauptbahnhof und weiter über die Salzdahlumer Straße in den Heidberg.

    Tram 2 und Tram 12 verkehrten aus dem Kanzlerfeld bzw. Lehndorf kommend zum Radeklint. Tram 2 soll via Altstadtmarkt und John-F.-Kennedy Platz zum Hauptbahnhof und weiter über Bebelhof zum Heidberg fahren. Tram 12 verkehrte über Rathaus und John-F.-Kennedy Platz zum Hauptbahnhof her.

    Tram 3 und Tram 13 verkehrten aus der Weststadt kommend nach Gliesmarode bzw. Volkmarode. Während Tram 3 via Rathaus zum Hagenmarkt verkehren soll, nähme Tram 13 den Linienweg über den Altstadtmarkt.

    In 2018 werden automatische Zählgeräte in die Fahrzeuge der Verkehrs-GmbH eingebaut. Somit stehen ab 2019 umfangreiche Daten über die Auslastung der Fahrzeuge in einzelnen Linienabschnitten sowie zu den Ein- und Aussteigern an den einzelnen Haltestellen vor. Auf Grundlage dieser Daten, die kontinuierlich fortgeschrieben werden, wird die Planung des Liniennetzes nochmals geprüft.

  • 25.01.2017

    H. Bense   | Allgemein

    Wünschenswert wäre die Fahrten der Stadtbahn wieder ruhiger zu gestalten. Seit dem Umbau Hamburger Straße (z.B.) rumpelt die Bahn wie vor 100 Jahren! Vor dem Umbau ist dies anders kommuniziert worden.

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    Danke für Ihren Beitrag. Verwaltung und Verkehrs-GmbH sind darum bemüht, mit der Sanierung von Gleisanlagen und im Stadtbahnneubau die Fahrqualität zu steigern. Dazu werden Maßnahmen am Unterbau und an den Schienen vorgenommen.

    Die Gleisqualität entlang der Hamburger Straße wurde enorm verbessert. Beschwerden zu diesem Streckenabschnitt sind uns bisher nicht bekannt. Die in der Wendenstraße aufgetretenen Probleme mit quietschenden Bahnen im Gleisbogen zwischen Wilhelmstraße und Kaiserstraße werden mit einer automatischen Schmiereinrichtung beseitigt.

  • 25.01.2017

    O. Schlueter   | Allgemein

    1) Welche Stadträumliche Qualität wird angestrebt?

    2) Warum wird mit Schallabsorbierender Ausführung geworben, die in den kalkulierten Kosten nicht enthalten sind?

    3) Warum wurde die Frage nach CO2-Ausstoß und Kosten /Sitz/KM nicht beantweortet?

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    Vielen Dank für Ihre Nachfragen, die wir gern beantworten: 1) Mit dem Ausbau der Stadtbahn wird in der Regel der gesamte Straßenraum saniert und ggf. neu geordnet. Mit allen Neuplanungen wird die stadträumliche Qualität aufgewertet und somit mögliche bestehende Mängel beseitigt. Dabei werden die Belange von Fußgängern, Radfahrern, ÖV-Nutzern, motorisierten Verkehr und Parkplatzflächen betrachtet und ein sinnvoller Kompromiss zwischen den Nutzerinteressen und Raumbedarfen gefunden.

    Prägende stadträumliche Situationen, wie beispielsweise Alleen oder städtebaulich sensible Bereiche werden erhalten. Die Stadtbahnplanung wird hier mit besonderem Augenmaß Lösungsvorschläge erarbeiten.

    Ein bestehendes Beispiel ist das Umfeld des Großen Weghauses in Stöckheim, dass mit dem bereits erfolgten Stadtbahnausbau aufgewertet wurde.

    Sowohl von den Ratsfraktionen wie auch von der Stadtverwaltung ist der Erhalt der stadtbildprägenden Baumallee entlang der Saarstraße zugesagt.

     

    2) Werden Stadtbahngleise in Braunschweig saniert oder neu gebaut, werden schallabsorbierende Maßnahmen an den Gleisen vorgenommen. Die bisherigen Kostenschätzungen der Voruntersuchungen basieren auf Standardwerten. Die genauen Baukosten werden ermittelt, wenn die Gleisführung abgestimmt und die Detailplanungen für den Stadtbahnausbau sowie die ergänzenden Straßenbaumaßnahmen erfolgt sind.

     

    3) Der CO2 Ausstoß ist von vielen Faktoren abhängig. Dabei müssen die Produktionsleistung, der Lebenszyklus der Fahrzeuge, die Energiequelle (regenerativ oder fossil) und der gefahrene Leistungsumfang der einzelnen Fahrzeuge sowie das Fahrgastaufkommen berücksichtigt werden.

    Die Stadtbahn emittiert vor Ort keine Emissionen. Sofern Busse rein elektrisch betrieben werden, emittieren auch diese vor Ort keine Emissionen. Entscheidend ist, ob der Strom aus regenerativen Energiequellen bezogen wird. Ist dieses der Fall kann bei der Stadtbahn wie auch beim ausschließlich elektrisch betriebenen Bus der Betrieb als CO2 frei angegeben werden.

    Der von der Braunschweiger Verkehrs-GmbH bezogene Strommix wird derzeit zu 45% aus erneuerbaren Energien und zu 55% aus fossilen Energiequellen und Atomstrom bezogen und ist somit bisher nicht emissionsfrei.

    Eine detaillierte Untersuchung über die Gesamtbilanz an CO2 im Vergleich zwischen dem heute gefahrenen Liniennetz, dem geplanten Liniennetz 2030 ohne Stadtbahnausbau und dem geplanten Liniennetz 2030 mit Stadtbahnausbau liegt nicht vor. Ein Vergleich pro Sitz ist dabei wenig aussagekräftig. Vielmehr sind die Gesamtemissionen des ÖPNV (hier gefahren von der BSVG) auf die Anzahl der Fahrgäste zu beziehen.

    Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH fährt aktuell jährlich ca. 10 Mio. km Leistung mit Stadtbahnen und Bussen. Diese Leistung ist seit 2006 nahezu konstant. Zugleich sind die Fahrgastzahlen im gleichen Zeitraum von 35 Mio. auf rund 40 Mio. Fahrgäste jährlich angestiegen. Somit verringerte sich der CO2 Verbrauch pro Fahrgast.

    Mit dem geplanten Liniennetz zum Stadtbahnausbau wird das Leistungsangebot auf ca. 12 Mio. km erhöht. Zugleich zeigt das Verkehrsmodell, dass mit einem Anstieg der Fahrgastzahlen auf 45 Mio. Fahrgäste jährlich gerechnet werden kann. In der Gesamtbilanz wird der CO2 Verbrauch pro Fahrgast somit weiter sinken.

     

    Stromherkunftsnachweis BS|Energie, Stand: Oktober 2016

     

    BS|Energy Energieträgermix

    Bundesweiter Durchschnitt

    Erdgas 

    6,1 %

    6,5 %

    Kernkraft 

    9,2 %

    15,4 %

    Kohle 

    37,7%

    43,8 %

    Sonstige fossile Energieträger

    1,2 %

    2,5 %

    Erneuerbare Energien nach EEG

    43,6 %

    28,7 %

    Sonstige erneuerbare Energieträger

    2,2 %

    3,1 %

     

     

     

     

     

  • 25.01.2017

    U. Sperlich   | Allgemein

    Sind, um Baukosten zu sparen, eingleisige Verlegungen in bestimmten Bereichen, gerade am Stadtrand, geplant?

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    Danke für Ihren Beitrag. Der eingleisige Bau auf einzelnen Streckenabschnitten wird in der kommenden, detaillierten Planungsphase berücksichtigt. Die Baukosten reduzieren sich jedoch nicht linear, da erhebliche Mehraufwendungen für Weichen im Gleisbau entstehen. Darüber hinaus entstehen durch einen eingleisigen Abschnitt betriebliche Zwänge in der Fahrplangestaltung, da sich entgegenkommende Fahrten an dieser Stelle nicht begegnen können. Zudem kann es in der Praxis zu gegenseitigen Behinderungen und damit Verzögerungen im Betriebsablauf kommen. Vor diesem Hintergrund werden eingleisige Abschnitte nur in gut begründeten Einzelfällen umgesetzt.

  • 25.01.2017

    H. Raffke   | Projekt Westliche Innenstadtstrecke

    TRAMINO-TRAM-EINSATZ ist ja schon ganz gut aber Stadtbahnausbau BS ist im Innenstadtbereich Gördelinger Straße – Dankwardtstraße ab Altstadtmarkt sollte „zurückbleiben“ nein. Der Bus-Verkehr sollte so weitergeführt werden so wie es jetzt ist, ist gut. Jedoch Solaris Busse oder Elektrobusse, Ja. Der Umbau wäre auf Jahre 4/5 Jahre Bauplatz.

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    Vielen Dank für Ihre Anregungen. Wir werden sie bei den Planungen berücksichtigen.

  • 25.01.2017

    H. Heidberger   | Allgemein

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    unter Berücksichtigung des Endkonzeptes des Liniennetzplans schlage ich folge Verbesserungen vor. Diese beinhalten keine Änderungen der Taktstrukturen und keine zusätzlichen Linienwege (der Aufwand bleibt exakt der gleiche!). Damit bleibt die wirtschaftliche Grundlage gleich:

    1/3/5: wie vorgeschlagen

    2: Heidberg - Hauptbahnhof - Leonhardplatz- Rathaus - Siegfriedviertel

    4: Rautheim- Leonhardplatz- Rathaus - Kanzlerfeld

    11: Heidberg - Hauptbahnhof - Friedrich-Wilhelm-Platz - Altstadtmarkt - Nordwestliches Ringgebiet

    12: Kreis Leisewitzstraße/Hauptbahnhof - Rathaus - Gliesmarode

    13: Weststadt - Friedrich-Wilhelm-Platz - Altstadtmarkt - Hagenmarkt- Rühme

    Dadurch ergeben sich folgenden Vorteile:

    1)Kanzlerfeld ist mit der Hauptlinie am Rathaus (Knoten Nachtverkehr, Hauptnachfragepunkt, Umsteigemöglichkeit an alle Linien) angeschlossen

    2) Die Linie 2 behält ihre heutige Linienendpunkte

    3) Das Siegfriedviertel erhält direkten Anschluss zum Hauptbahnhof

    4) Das Nordwestliches Ringgebiet erhält zwei neue attraktive Direktverbindungen

    5) Es gibt keine Dopplung der Relation Weststadt - Gliesmarode (im vorgeschlagenen Plan 3 und 13)

    6) Direkter Anschluss des Nordens an die Weltstadt

    7) Anschluss der Wasserwelt, des Stadions und Rühme an den Altstadtmarkt

     

    Dem gegenüber steht nur der Nachteil, dass die zweite Linie nach Gliesmarode kein Anschluss an den Altstadtmarkt erhält. Hier sind aber weniger attraktive Punkte als auf der Strecke nach Rühme vorhanden (vgl. 7))

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    Vielen Dank für Ihre Anregungen zur Linienkonzeption. Wir werden sie bei der weiteren Planung gern einfließen lassen. Die von Ihnen eingebrachten Vorteile sind dabei von besonderem Interesse und werden den bei der vorgestellten Linienkonzeption zugrunde liegenden Zielen ergänzt.

  • 25.01.2017

    F. Förster   | Projekt Campusbahn

    Campusbahn: Querung Mittelriede/Wabe/Bahn – eine 6 m hohe Brücke über 500 m Strecke mit einer 300 m langen Rampe!

    Das soll umweltverträglich sein?

    Umwelt- und Klimaschutz aus Beton!

    Das ist keine Lösung, das ist ein Problem.

    3 Schienen nebeneinander im Bereich der Bahn zum Kraftwerk (Campusbahn).

    Das ist nicht Umweltverträglich und stadtplanerischer Unsinn.

    Das hat eher Güterbahnhofscharakter als Stadtbahncharakter.

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    Danke für Ihren Beitrag. Ihre Bedenken hinsichtlich des sensiblen Naturraums sind nachvollziehbar. Daher wird die Art der Querung der Eisenbahnstrecke, Wabe und Mittelriede noch Gegenstand vertiefender Untersuchungen sein. Davon hängt z. B. die Höhe, Gestaltung und die Rampenentwicklung der Brücke ab. Die Detailplanung wird unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden, ebenso wird den Belangen des Umwelt- und Naturschutzes in diesem sensiblen Bereich in besonderer Art Rechnung getragen werden.

     

    Auch die mögliche räumliche Integration des Eisenbahngleises zum Heizkraftwerk in die Stadtbahnstrecke ist noch vertieft zu untersuchen.

  • 25.01.2017

    A. Voermanek   | Projekt Westliche Innenstadtstrecke

    Nehmt bitte die Güldenstraße. Die ist sowieso viel zu fett und hässlich. Und bitte macht schnell. Was man früher macht, bringt mehr Ertrag.

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    Danke für Ihren Beitrag. Zurzeit stehen zwei Varianten für die Streckenführung der westlichen Innenstadtstrecke zur Wahl. Welche letztlich gewählt wird, ergibt sich aus dem weiteren Planungs-, Beteiligungs- und Entscheidungsprozess. Dabei werden wir Ihren Hinweis entsprechend berücksichtigen.

     

    Die Anregung zum früheren Maßnahmenbeginn wird in die weitere Diskussion aufgenommen.