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Zukunft hat

Vorfahrt

Ihre Anregungen - Fragen und Antworten

Wir möchten Ihre Anregungen und Wünsche zum Stadtbahnausbaukonzept für Braunschweig gerne wissen und beantworten. Alle Beiträge seit Vorstellung der Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung auf den Informationsveranstaltungen vom 13. und 16. Januar 2016 werden hier veröffentlicht und nach und nach beantwortet.

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  • 11.02.2017

    T. Müller   | Projekt Rautheim

    In der Antwort auf die Anfrage vom 25.01.17 von D. Zipf, der eine Verlängerung bis Mascherode anregt, verweisen Sie auf die Ratsvorlage vom 20.11.14. In dieser steht auf S. 4 wortwörtlich: "Eine Führung nach Mascherode erreicht bei ähnlichem Aufwand ein etwas höheres Fahrgastpotential als eine Führung nach Rautheim. " Warum also wird die Stadtbahn nicht bis Mascherode gebaut?

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    Vielen Dank für Ihr Nachfassen. In den Voruntersuchungen zur Standardisierten Bewertung nach wird den wirtschaftlichsten und besten Lösungen für den ÖPNV gesucht. Sehr maßgeblich ist, wie die meisten Neukunden für den ÖPNV gewonnen werden können.

    Dazu wird das optimale Liniennetz gesucht. In welcher Linienkonzeption – mit und ohne Stadtbahnausbau – können die meisten Fahrgäste ihre heutigen Wege besser und schneller zurücklegen und zugleich möglichst viele Menschen zum Umsteigen vom Auto auf den ÖPNV bewegt werden.

    Hier zeigt sich, dass mit einer Stadtbahnführung ins größere Rautheim (4.700 Einwohner) höhere Potenziale gewonnen werden, als mit einer Stadtbahnführung vom Lindenberg nach Mascherode (3.800 Einwohner). Die Erschließungswirkung entlang der Südstadt fällt gering aus, weil einwohnerstarken Areale der Südstadt um den Welfenplatz herum zu finden sind. Der Lindenberg mit rund 1.500 Einwohnern wird in seinen einwohnerstarken Bereichen entlang der Rautheimer Straße erschlossen.

    Die weitere Detailplanung hat somit den Ausschlag dafür gegeben, dass am Ende der Nutzen im Verhältnis zu den Kosten für den Ausbau nach Rautheim deutlich höher ist, als der für die Streckenführung nach Mascherode.

  • 11.02.2017

    T. Müller   | Projekt Rautheim

    Die Südstadt und Mascherode (ca. 6600 Einwohner!) sind also die großen Verlierer des Ausbaus, da auch die direkten Busverbindungen in die Innenstadt eingestellt werden sollen. Dass die Anbindungen von Volkmarode oder Rautheim wirtschaftlich sein sollen, von der Südstadt und Mascherode aber nicht, ist doch völlig unglaubwürdig. Man kann sich alles so zurecht rechnen, wie man es haben will. Eine Verlängerung der Stadtbahn bis nach Mascherode ist unverzichtbar. Allein schon deshalb, weil hier 6600 Menschen leben. Anscheinend haben diese Stadtteile keine Lobby im Stadtrat.

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    Danke für Ihr Nachfassen. Im Zuge der Konzentration auf einzelne Korridore wurde die Betrachtungstiefe der jeweiligen Korridore natürlich auch immer genauer. Zudem kamen Entwicklungen hinzu, die damals noch nicht bekannt waren. So ist z.B. in der Zwischenzeit bei der ehemaligen Heinrich-der-Löwe-Kaserne eine Trassenfreihaltung erfolgt, die sich natürlich positiv in der Bewertung niederschlägt. Allerdings spielen neben den Baukosten und den Fahrgastpotenzialen unter anderem auch die Betriebskosten eine entscheidende Rolle in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. In der genaueren Korridorbetrachtung Südstadt – Mascherode/Rautheim hat sich schließlich die Trasse nach Rautheim als wirtschaftlicher dargestellt, vorrangig aufgrund des besser abzubildenden ergänzenden Busnetzes.

  • 11.02.2017

    M. Schweiß   | Projekt Salzdahlumer Straße/Heidberg

    Bitte prüfen, ob sich durch eine zusätzliche Verlängerung der Linie 2 nicht noch größere Fahrgastpotenziale erschließen könnten. Konkreter Vorschlag wäre die Trasse in die Stettinstraße zu verlängern und an deren Ende eine neue Wendeschleife zu errichten. Die bisherige Wendeschleife Anklamstraße wird dabei aufgegeben und zurückgebaut.

     

    Folgende Vorteile für den ÖPNV würden sich ergeben:

    1. Zwei oder drei neue Haltestellen im dicht besiedelten Süden des Heidbergs, direkt zwischen großen Mehrfamilienhäusern.

    2. Erhalt der beliebten Haltestelle Erfurtplatz in ihrer bisherigen Form.

    3. Direkte und leistungsfähige Erschließung des beliebten Naherholungsgebiets Heidbergpark (nur noch ca. 250m bis zum Strand zwischen den Seen, statt wie bisher 800m).

    4. Erschließung des gerade im Bau befindlichen Altenheims an der Greifswaldstraße (Besucher, Personal, ggf. Bewohner)

    5. Keine Konflikte mit Buslinien, da in der Stettinstraße bisher nicht vorhanden.

    6. Räumlich viel Platz vorhanden, so dass Trasse evtl. komplett als besonderer Gleiskörper realisiert werden könnte (Fördergelder!).

     

    Zusätzlich würden sich die folgenden positiven städtebaulichen Aspekte ergeben:

    1. Die Stettinstraße, insbesondere der westliche Abschnitt bis zur Einmündung Stralsundstraße, ist in ihrer Breite völlig überdimensioniert für den MIV. Durch die Stadtbahntrasse könnte der Platz sinnvoll genutzt und gestalterisch aufgewertet werden.

    2. Die frei werdende Fläche der Wendeschleife Anklamstraße könnte zur Wohnbebauung genutzt werden (Reihenhäuser oder ein weiteres Mehrfamilienhaus).

    3. Die Fläche der Trasse zwischen Wendeschleife Anklamstraße und Sachsendamm könnte in einen befestigten Fuß- und Radweg umgewandelt werden. Dies würde den hässlichen Trampelpfad direkt daneben ablösen.

    4. Stettinstraße muss evtl. in ein paar Jahren sowieso erneuert/saniert werden.

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    Vielen Dank für diesen Vorschlag zur Verlängerung der Linie 2. Die von Ihnen beschriebenen städtebaulichen Vorteile liegen tatsächlich auf der Hand. Eine neue Streckenführung im Heidberg ist bisher aber nicht untersucht worden, in den bisherigen Überlegungen wird im Heidberg immer vom Status Quo der Gleisanlagen ausgegangen. Wir werden Ihren Vorschlag aber aufgreifen. Allerdings ist eine zusätzliche Voruntersuchung erforderlich, um die Wirtschaftlichkeit dieser Verlängerung zu überprüfen. 

  • 25.01.2017

    H. Kaufhold   | Allgemein

    Ich halte es für absolut wichtig, dass die westliche Innenstadt-Strecke gebaut wird, um endlich den Bohlweg zu entlasten. Es braucht nur eine Bahn an der Haltestelle Schloss etwas länger (aus unterschiedlichen Gründen) brauchen und schon staut sich der Straßenbahnverkehr nach hinten. Am Rathaus das Selbe.

    Vorzugsweise sollte aber die Strecke über die Güldenstraße führen, weil diese einfach breiter ist.

     

    Die Trasse nach Lehndorf/Kanzlerfeld halte ich ebenfalls für sinnvoll. Ich bin in Lehndorf aufgewachsen und habe noch sehr gut in Erinnerung, wie morgens die Busse hoffnungslos überfüllt waren.

     

    Für total überflüssig halte ich Millionen Euro für ein paar wenige Leute auszugeben. Damit meine ich den Ausbau nach Volkmarode. Ich erkenne da keine hohen Kosten-Nutzen-Faktor.

     

    Für die Trasse zwischen Hauptbahnhof und Heidberg über die Salzdahlumerstraße kann ich ebenfalls keine Notwendigkeit erkennen. Das ist genau der Linienverlauf der 431. Diese Linie ist zwar berechtigt, aber der Bus wird nie voll.

    Außerdem gibt es die Straßenbahnverbindung über die Wolfenbüttlerstraße. Und diese Verbindung braucht keine so dringende Entlastung, wie der Bohlweg.

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    Vielen Dank für Ihre Hinweise. Die westliche Innenstadtstrecke ist zwar auch eine Entlastung der Stammstrecke (Bohlweg), aber vor allem dient sie der Erschließung neuer Fahrgastpotenziale. Gleichwohl ist es richtig, dass die Stammstrecke stark belastet ist. Es ist aber betrieblich auch in den Zwischenzuständen, also auch noch ohne westliche Innenstadtstrecke, sichergestellt, dass der Betrieb funktioniert. Ein Baustein dafür ist auch der geplante Stadttakt Braunschweig, der für eine gleichmäßigere Verteilung der Bahnen am Bohlweg sorgen wird. Was die Streckenführung angeht stehen zurzeit zwei Varianten zur Wahl. Welche letztlich gewählt wird, ergibt sich aus dem weiteren Planungs-, Beteiligungs- und Entscheidungsprozess. Dabei werden wir Ihren Hinweis entsprechend berücksichtigen.

     

    Bei der Strecke Lehndorf/Kanzlerfeld sehen wir das auch so und die größere Leistungsfähigkeit von Stadtbahnen gegenüber Bussen ist daher einer der wesentlichen Aspekte für die Wirtschaftlichkeit diese Trasse.

     

    Ebenso sehen wir aber auch die Verlängerung nach Volkmarode-Nord als sinnvoll an. Volkmarode ist ein Stadtteil mit über 4.000 Bewohnern, ein Großteil davon wird erstmals direkt an die Stadtbahn angeschlossen, das Umsteigen vom Bus in die Stadtbahn entfällt. Die Standardisierte Bewertung hat einen Wert von 1,3 ergeben, insofern ist das Projekt auch volkswirtschaftlich sinnvoll.

     

    Ebenso wurde auch das Projekt Salzdahlumer Straße mit dem Faktor 1,6 als volkswirtschaftlich sinnvoll bewertet worden. Die Führung über die Salzdahlumer Straße ist auch nicht als Entlastung der Trasse über die Wolfenbütteler Straße gedacht, sondern vielmehr soll diese Führung die hohen Fahrgastpotenziale in diesem Korridor erschließen. Sie würde dort die Busse der Linien 411 und 431 ersetzen.

  • 25.01.2017

    T. Schmitt   | Allgemein

    Guten Tag,

    ich fände es gut, wenn auch ein Newsletter angeboten wird. So könnte z.B. einmal im Monat über Neuigkeiten oder Fortschritte in der Planung oder Bau berichtet werden. Auch eine Facebook-Seite würde ich begrüßen.

    Mit freundlichen Grüßen

    T. Schmitt

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    Vielen Dank für Ihre Anregung. Einen Newsletter werden wir anbieten, sobald die Projekte in die konkreten Planungen und Umsetzungen gehen sollten.

  • 27.01.2017

    G. Theeg   | Allgemein

    Ich finde es sehr gut, dass in Sachen ÖPNV-Ausbau in Braunschweig etwas passiert, ein größeres Stadtbahnnetz ist dringend notwendig. Auch das Betriebskonzept mit den Zwischenendpunkten und 2 Linien in den inneren Bereichen finde ich sehr interessant.

    Ein Thema das jedoch aus meiner Sicht außerdem noch angegangen werden sollte ist das Fahrtenangebot im Abend- und Wochenendverkehr. Insbesondere dass abends und sonntags auf den Hauptlinien nur ein 30-Minuten-Takt gefahren wird finde ich sehr dürftig, und die Busse und Bahnen sind zum Teil richtig voll!. Aus anderen Städten ähnlicher Größe (z.B. Chemnitz) kenne ich da einen 20-Minuten-Takt (abends bis ca. 21:30 und sonntags ab Mittag). Das sollte doch hier auch machbar sein.

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    Vielen Dank für Ihre Anregung. Die beschriebene Ausweitung des Angebots wäre unabhängig von einem Stadtbahnausbau wünschenswert. Ein dichteres Fahrtenangebot lässt die Betriebskosten deutlich steigen. Dem gegenüber stehen jedoch nur geringe zusätzliche Einnahmen durch Fahrscheinverkäufe. Das bestehende Angebot ist das Ergebnis einer Abwägung zwischen einem wünschenswerten, guten ÖPNV-Angebot mit dichtem Takt sowie hoher Erschließungsdichte und der für die BSVG zur Erbringung der Verkehrsleistung zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.

  • 25.01.2017

    D. Dettmer   | Allgemein

    Bitte die Ziel-Liniennetzpläne auf der Webseite veröffentlichen.

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    Wir danken für Ihre die Anregung. Schematische Liniennetzpläne für den Mit-Fall (Zielnetz 2030) und den Ohne-Fall haben wir ab sofort unter der Kategorie Infomaterial (Downloads/ Liniennetzpläne) veröffentlicht.

  • 25.01.2017

    S. Wegner   | Projekt Campusbahn

    Grundsätzlich ist der Stadtbahnausbau sehr begrüßenswert! Auf bestehenden Verkehrsflächen (Straßen) ist es ein Fortschritt, die Straßenbahn zu integrieren.

     

    Aber bitte keine bislang unbebauten Flächen mit neuen Verkehrswegen zubauen. Daher bitte die Campusbahn nicht umsetzen. Sie führt über einen unberührten Teil Braunschweigs, die Wabe. Das muss geschützt werden, wir haben nicht mehr viele Naturflächen in Braunschweig, die verkehrsfrei sind und nur Mensch und Tier vorbehalten sind. Vor diesen schützenswerten grünen Bereichen in der Stadt muss selbst die Straßenbahn halt machen.

     

    Alle anderen Trassen bitte umsetzen.

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    Danke für Ihren Beitrag. Ihre Bedenken hinsichtlich des sensiblen Naturraums sind nachvollziehbar. Daher wird die Art der Querung der Eisenbahnstrecke, Wabe und Mittelriede noch Gegenstand vertiefender Untersuchungen sein. Davon hängt z.B. die Höhe, Gestaltung und die Rampenentwicklung der Brücke ab. Die Detailplanung wird unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden, ebenso wird den Belangen des Umwelt- und Naturschutzes in diesem sensiblen Bereich in besonderer Art Rechnung getragen werden.

     

    Auch die mögliche räumliche Integration des Eisenbahngleises zum Heizkraftwerk in die Stadtbahnstrecke ist noch vertieft zu untersuchen.

  • 09.02.2017

    J. Kaufmann   | Allgemein

    Um die Verkehrsbelastungen im östlichen Stadtgebiet zu reduzieren, müssen möglichst viele Stadtbahn-Direktverbindungen aus dem Nordosten in den Südosten führen. Daher ist eine Linie von Querum über Querumer Str., Rathaus, Hbf. , Salzdahlumer Str. in den Heidberg erforderlich und vom Campus-Nord, Nordstadt, Rathaus, Helmstedter Str. nach Rautheim. Umständlichere Verbindung über die westliche Innenstadt sind dabei zu vermeiden, da sie zu viel Zeit kostet. Nur so lässt sich auch das Verkehrsproblem `Brodweg´ lösen.

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    Vielen Dank für Ihre Vorschläge. Wir haben mehrere Linienwege für die neuen Stadtbahnstrecken in der Voruntersuchung bewertet. Direktverbindungen sind dabei natürlich immer am besten, können aus nachvollziehbaren Gründen aber natürlich nicht überall und für jede Verbindung angeboten werden. Im Zuge der Linienbetrachtungen hat die die Linienführung von Querum über die neue Nordstadt, der westlichen Innenstadtstrecke, dem geplanten neuen SPNV-Haltepunkt BS-West nach Broitzem dabei den höchsten verkehrlichen Nutzen erzielt. Das gleich gilt für die Verbindung nach Rautheim.

    Bei die beiden von Ihnen benannten Verbindungen ist eine – für diese Relationen – umwegige Fahrt über die westliche Innenstadt übrigens nicht erforderlich, da Umsteigemöglichkeiten am Hagenmarkt bestehen werden.   

  • 09.02.2017

    M. Schweiß   | Projekt Salzdahlumer Straße/Heidberg

    Bitte die Trasse entlang der Salzdahlumer Straße über die gesamte Länge, also inklusive Unterführung DB Bahnschienen und Überführung A39, als besonderen Gleiskörper realisieren. Sonst würde die Stadtbahn durch Rückstau an Ampeln und linksabbiegende PKWs wahrscheinlich zu stark behindert werden, um zuverlässig den Fahrplan einhalten zu können.

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    Danke für Ihren Hinweis. Wir werden die genaue Gleislage in Planungsworkshops mit den Bürgerinnen und Bürger beraten. Dabei wird ein entscheidendes Kriterium sein, einen möglichst hohen Anteil der Neubautrasse auf eigenem Gleiskörper abzubilden – aus den von Ihnen genannten Gründen.